Bürgermeister Todeskino verärgert über Absage an das Kieler Science Center
„Schwer nachvollziehbar" ist für Kiels Bürgermeister Peter Todeskino die Absage der Landtagsfraktionen von CDU und SPD an das Maritime Science Center. „Sechs Jahre Arbeit und bald 2,5 Millionen Euro stecken in diesem Projekt, alle Fragen sind schlüssig beantwortet worden. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten braucht das Land mutige Signale für solch’ ein Leuchtturmprojekt", erklärte der Bürgermeister am Dienstag, 26. Mai.
„Zugegeben: Dieses Projekt hat einen langen Vorlauf", sagt Todeskino. „Aber fast 26 Millionen Euro will doch auch niemand leichtfertig und mit schneller Hand ausgeben." Die Bürgermeister erinnert daran, dass das Land das Maritime Science Center 2002 mit einer Studie angestoßen und in den Folgejahren auch immer wieder forciert habe. Nicht zuletzt deswegen gelte seit 2005 die Zusage des Landes, die Bausumme mit 75 Prozent zu fördern. Noch Mitte April dieses Jahres habe Dr. Jörn Biel per Brief diese Zusage erneuert. Todeskino: „Das war bereits der dritte schleswig-holsteinische Wirtschaftsminister, der uns 75 Prozent Förderquote versprochen hat."
Sollte der Minister seine Förderzusage wirklich widerrufen, werde die Stadt Ansprüche gegen das Land prüfen lassen, kündigte der Bürgermeister an: „Es kann nicht sein, dass man eine Kommune vier Jahre im Glauben an eine Förderung mit 75 Prozent lässt und, wenn alle Fragen beantwortet sind, diese Zusage zurückzieht." Für die Landeshauptstadt stelle sich dann auch die Frage, wie der Anspruch als maritim geprägte Großstadt am Meer neu manifestiert werden kann. „Diese einzigartige Kooperation aus Wissenschaft und Wirtschaft, die hier gewachsen ist, muss weiter leben, damit der Standort sich weiter entwickeln und der Tourismus profitieren kann", sagte Todeskino abschließend.