Am 18.03.2010 stellten Beamte des Wasserschutzpolizeirevier Kiel, gegen 10:50 Uhr, bei dem MS "John Mitchell", Hhf.: St. Johns, eine Freibordunterschreitung von mehr als 13 cm fest. Das Schiff war um ca. 200 t mit Pottasche überladen.
Heute um 13.03 Uhr verunglückte auf dem Ratzeburger See ein Eissegler und zog sich dabei eine Beinfraktur zu.
Kurz zuvor waren zwei 68 jährige Eissegler vom westlichen Ufer des Ratzeburger Sees am Schanzenberg aus mit ihren Eisschlitten auf dem dünnen Eis in Richtung Ratzeburg gestartet.
Seenotretter im vergangenen Jahr über 2000 Mal im Einsatz auf Nord- und Ostsee
TV-Koch Tim Mälzer ist neuer „Bootschafter“
1095 Menschen haben die Besatzungen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) im Verlauf des Jahres 2009 aus Seenot gerettet und aus Gefahrensituationen befreit (2008: 1105). Die 61 Seenotkreuzer und Seenotrettungsboote in Nord- und Ostsee fuhren 2138 (2008: 2102) Einsätze.
TV-Koch Tim Mälzer hat zum Jahresbeginn sein Ehrenamt als „Bootschafter“ für die DGzRS angetreten: „Ich bin stolz, ‚Bootschafter‘ bei den Seenotrettern zu sein, weil die Seenotretter die Idee vom uneigennützigen Engagement für in Not geratene Menschen praktizieren, ohne nach dem ‚Warum?‘ zu fragen. Dieses Anliegen kann jeder fördern – ein paar ‚Groschen‘ ins Sammelschiffchen, oder besser noch: eine zuverlässige Fördermitgliedschaft mit einem Beitrag ganz nach seinen persönlichen Möglichkeiten.“ Tim Mälzer verkündete die Einsatzzahlen an Bord des größten Seenotkreuzers der DGzRS, der HERMANN MARWEDE, in Cuxhaven:
„Insgesamt wurden 36 Einsätze mehr gefahren; die Zahl der aus Seenot geretteten und aus Gefahr befreiten Personen ging um zehn zurück. In zahlreichen Fällen konnten die Seenotretter frühzeitig eingreifen und Schäden im Vorfeld begrenzen. Zum Vorjahr hat sich keine bemerkenswerte Veränderung ergeben.
Schleswig-Holstein, Kiel (ots) - Pressemitteilung anlässlich der Hafensicherheitskonferenz 2009
Als Folge der Ereignisse des 11. September 2001 in New York wurden zur Erhöhung der Sicherheit in der Seefahrt und in den Hafenanlagen vor terroristischen Bedrohungen internationale Regelungen beschlossen. Vor dem Hintergrund dieser Regelungen sowie ergänzender EG-Vorschriften ist im Januar 2008 das neue schleswig-holsteinische Hafensicherheitsgesetz in Kraft getreten. Insbesondere durch die Umsetzung der Vorschriften dieses Gesetzes konnte das Sicherheitsniveau in den Häfen durch eine Vielzahl von baulichen und organisatorischen Sicherheitsmaßnahmen deutlich gesteigert werden.
Am 17.06.2009 fand im Kieler Polizeizentrum Eichhof nunmehr die erste überregionale Hafensicherheitskonferenz 2009 statt. Auf Einladung der Behörde für Hafenanlagensicherheit, die in Schleswig-Holstein bei der Wasserschutzpolizei angesiedelt ist, kamen die Hafenanlagenbetreiber, die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben und die Polizei zusammen und erörterten gemeinsam den erreichten Stand und die zukünftige Entwicklung des Sicherheitsniveaus in den Häfen.
Neuer Polizeikreuzer für die Wasserschutzpolizei Husum
Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Am Mittwoch, dem 08. April 2009, 12.00 Uhr, wird am Husumer Außenhafen der Neubau eines Küstenstreifenbootes für die Husumer Wasserschutzpolizei in Anwesenheit von Schleswig-Holsteins Innenminister Lothar Hay und zahlreicher Ehrengäste getauft. Genau wie ihre Vorgängerin wird das neue Prunkstück der Wasserschutzpolizei Schleswig-Holstein den Namen "SYLT" tragen.
Vandemoortele übergibt Spendenscheck an Seenotretter
Erstmalig zur Internorga in Hamburg drehte sich am Gemeinschaftsstand von Vandemoortele Food Service und Meylip das Glücksrad. Den großzügig aufgerundeten Erlös spendeten die Schwesterfirmen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), einem der modernsten Seenotrettungsdienste der Welt.
Neuer Seenotkreuzer EISWETTE sorgt für Sicherheit im Revier vor Nordstrand
19,90 Meter lang, 22 Knoten schnell und nur 1,30 Meter Tiefgang
EISWETTE ist der Name des neuen Seenotkreuzers der DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger). Das knapp 20 Meter lange Spezialschiff ist am Mittwoch, dem 11. März 2009, im Hafen von Strucklahnungshörn auf der Halbinsel Nordstrand (Schleswig - Holstein) in Dienst gestellt worden.
Mit der Namengebung bei der Taufe am 6. Januar in Bremen würdigten die Seenotretter das langjährige und großzügige Engagement der Bremer Eiswette und ihrer Gäste, die bei dem traditionellen Stiftungsessen zugunsten der DGzRS spenden. Seit 1928/29 wird dieser Brauch praktiziert. Allein in diesem Jahr konnte ein Spenden-Rekordergebnis in Höhe von über 300.000 Euro erzielt werden.
Erneut Seenotfall vor geschlossenem Schutzhafen Darßer Ort
Freiwilligenbesatzung der Seenotretter aus Zingst im Einsatz
Darßer Ort / Zingst. Erneut musste gestern, am 10. März 2009, die Besatzung der Freiwilligenstation Zingst der Seenotretter zum Einsatz Richtung Darßer Ort ausrücken, nachdem ein ca. zehn Meter langes Motorboot eine Meile vor dem ehemaligen Schutzhafen auf Grund gelaufen war. Die drei Männer an Bord, die auf dem Weg nach Wolgast unterwegs waren, alarmierten per Handy die Seenotretter.
Seenotretter ziehen Zwischenbilanz zum Herbst: Bei 1939 Einsätzen 991 Menschen aus Seenot gerettet und drohender Gefahr befreit
991 Menschen haben die Besatzungen der DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) in den ersten zehn Monaten des Jahres 2008 aus Seenot gerettet und aus Gefahrensituationen befreit (2007: 825). Von den 61 Seenotkreuzern und Seenotrettungsbooten in Nord- und Ostsee wurden 1939 Einsätze (2007: 1909) gefahren.
Bei kaum verändertem Witterungsverlauf im Vergleich zum Vorjahr beobachteten die Besatzungen der DGzRS-Flotte eine Zunahme der Einsätze für die Freizeitschifffahrt zwischen Anfang Juni und Ende August. Weniger Niederschlagstage, dafür aber häufige und kurze, kräftige Starkwind- und Sturmperioden brachten Freizeitskipper und ihre Besatzungen in Bedrängnis. Gut die Hälfte aller Einsätze wurde für diesen Bereich gefahren.
Deutsche Fregatte wird Führungsschiff am Horn von Afrika
Die deutsche Fregatte „Mecklenburg-Vorpommern“ wird am kommenden Montag, 3. November, ihren Heimatstützpunkt Wilhelmshaven für insgesamt sechs Monate verlassen. Sie wird ab Januar kommenden Jahres das Führungsschiff der "Operation Enduring Freedom" (OEF) am Horn von Afrika sein. Fregattenkapitän Kay-Achim Schönbach (43) ist Kommandant des Schiffes aus dem 2. Fregattengeschwader in Wilhelmshaven. Die Deutschen übernehmen das Kommando von der dänischen Marine. Neuer Kommandeur des multinationalen Einsatzverbandes wird Kapitän zur See Rainer Brinkmann (50) aus der Einsatzflottille 1 in Kiel. Zum Auftrag der „Mecklenburg-Vorpommern“ sagt der Kommandant Schönbach: „Im Golf von Aden – unserem Einsatzgebiet – wird der Marineverband die Seewege überwachen. Unsere Hauptaufgabe ist die Bekämpfung des internationalen Terrorismus. Dazu gehört die Kontrolle der Schiffsrouten und das Untersuchen von Schiffen.“
Neue Räume für die Besatzung und ein neuer Liegeplatz für den Seenotkreuzer in Bremerhaven
Unter einem Dach mit den Lotsen am alten Vorhafen
Ein heller, großzügiger Aufenthalts- und Schulungsraum im ersten Stock sowie eine solide ausgestattete Werkstatt mit Lager im Erdgeschoss des neuen Lotsengebäudes am alten Vorhafen in Bremerhaven beherbergen seit Freitag, dem 24. Oktober 2008, auch die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Auf rund 80 Quadratmetern findet die Besatzung unter der Leitung von Vormann Ulrich Fader Platz für Besprechungen, Fortbildungsveranstaltungen und für kleinere Reparaturarbeiten.
In unmittelbarer Anbindung an die Hafeneinfahrt ist zudem eine Pontonanlage mit Liegeplätzen für die Lotsenboote sowie den Seenotkreuzer HERMANN RUDOLF MEYER entstanden.
Am 20.09.2008, 21.35 Uhr, geriet ein 118m langes Frachtschiff aufgrund eines maschinentechnischen Ausfalles in die Heikendorfer Bucht. Das deutsche Schiff "Hanni" hatte die Schleuse in Kiel Holtenau verlassen. Plötzlich fiel auf der Kieler Förde die Hauptmaschine aus. Das Frachtschiff, welches mit 85 Kühlcontainern (Fleisch) beladen war, drohte vor Möltenort auf Land zu laufen.
Ostseeanrainer beraten Neuentwicklungen der Seevermessung und Kartierung
Im BSH in Rostock treffen sich ab morgen die hydrographischen Dienste aller Ostseeanrainerstaaten zu einer dreitägigen Konferenz. Erstmals seit 1990 tagt die BSHC – so die offizielle Abkürzung der Ostseehydrographen-Kommission – wieder in Deutschland und wie damals erneut in Rostock. Zum Auftakt betonte BSH-Präsident Prof. Dr. Peter Ehlers, wie entscheidend die Sicherheit des Seeverkehrs von der Arbeit und auch der engen internationalen Zusammenarbeit der Hydrographen abhängt.
Thema der Konferenz ist unter anderem die Mitwirkung der Ostseeanrainer an dem von der Europäischen Kommission verabschiedeten Aktionsplan zur Integrierten Meerespolitik, dessen Umsetzung ohne aktuelle hydrographische und ozeanographische Meeresdaten kaum denkbar wäre. Außerdem wird die Vermessung der Hauptschifffahrtsrouten eine Rolle spielen, wie z.B. die vom BSH im letzten Jahr nach modernsten Methoden durchgeführte Neuvermessung der Kadetrinne.
Großkontrolle der Schifffahrt im Bereich der Kieler Förde/Schleuse Holtenau
Das Wasserschutzpolizeirevier Kiel hat in Zusammenarbeit mit dem Zoll-Land/Zoll-Ostsee am 24. und 25.05.2008 auf der Kieler Förde und den Schleusen Kiel-Holtenau zahlreiche Schiffskontrollen durchgeführt. Die Schwerpunkte waren Alkohol- und Drogenkontrollen sowie die Sicherheit der Sportbootfahrer hinsichtlich des Tragens von Rettungswesten.
Taufe des Küstenbootes "Falshöft" der Wasserschutzpolizei Schleswig-Holstein
Am 21.04.2008 findet im Beisein des Leiters der Polizeiabteilung des schleswig-holsteinischen Innenministeriums, Herrn Axel Lüdders, des Landespolizeidirektors, Herrn Burkhard Hamm und des Leiters der Wasserschutzpolizei SH, Herrn Andreas Görs sowie weiterer Gäste die Taufe des neuen Wasserschutzpolizei-Küstenbootes "Falshöft" im niedersächsischen Berne/Motzen statt.
Die Bürgermeisterin der schleswig-holsteinischen Gemeinde Falshöft, Frau Renate Mielenz, übernimmt als Taufpatin den offiziellen Akt der Schiffstaufe.
Die Überwachung der Berufsschifffahrt war auch 2007 wieder zentrale Aufgabe der WSP-SH
Der Schwerpunkt der wasserschutzpolizeilichen Arbeit liegt naturgemäß bei den Schiffskontrollen. Im Jahr 2007 wurden allein in der Berufsschifffahrt 3475 Seeschiffe (Vorjahr 3436) und 584 Binnenschiffe (Vorjahr 390) kontrolliert. Nach einem starken Rückgang des Binnenschiffsverkehrs auf dem Elbe-Lübeck-Kanal nach einer längeren Kanalsperrung wird dieser Verkehrsweg wieder verstärkt überwacht. Ziel aller Kontrollen ist es, Mängel im Bereich der Schiffssicherheit aufzudecken, um den Seeverkehr und die Umwelt zu schützen. Es wurde besonders die Einhaltung von Umwelt-, Ausrüstungs-, Schiffsicherheits-, Stau - und Besetzungsvorschriften kontrolliert.
In 251 (Vorjahr 202) Fällen waren die Mängel an Bord dermaßen gravierend, dass die WSP-Beamten neben der obligatorischen Anzeige gezwungen waren, ein Auslauf- bzw. Weiterfahrtverbot auszusprechen, um die Gefahrenquellen abstellen zu lassen. Nach einem Anstieg von 129,6 % in 2006 ist dies eine erneute Zunahme um 24,2 %. Ein Auslauf- bzw. Weiterfahrverbot wird immer dann aus gefahrenabwehrenden Gründen ausgesprochen, wenn die festgestellten Mängel eine unverzügliche Behebung erfordern und eine Überprüfung durch die originär zuständige Schiffsicherheitsbehörde (Seeberufsgenossenschaft oder Klassifikationsgesellschaft) erfolgen muss.
Aufgrund der Nichteinhaltung der Schifffahrtsrechtlichen Vorschriften mussten die Wasserschutzpolizeibeamten 598 (2006: 688) Verstöße allein in den Bereichen der Schiffssicherheitsverordnung, des Seemannsgesetzes sowie der Schiffsbesetzungs- und Unfallverhütungsvorschriften bearbeiten.