Zum Internationalen Museumstag am Sonntag, 17. Mai, bieten zahlreiche Kieler Museen ein besonderes Programm. Auch die städtischen Ausstellungshäuser sind am Sonntag bei freiem Eintritt geöffnet.
Mit der abwechslungsreichen Schau „Die 68er in Kiel" lockt das Stadtmuseum zum Internationalen Museumstag in die Landeshalle im Kieler Schloss: Fotos, Plakate, Flugblätter, Schüler- und Studentenzeitschriften zeugen von den verschiedenen Formen des Protestes in Kiel, ihren Ursachen und den Reaktionen in der Kieler Öffentlichkeit. Eine Hörstation präsentiert die damalige Hitparade und Musikszene. Studenten befragten Zeitzeugen nach den Ereignissen der 68er Jahre. Mehrere Filmstationen machen diese Aussagen auch für die Besucher erlebbar.
Der bekannte historische Großsegler «Cutty Sark» ist bei einem Großbrand in Greenwich schwer beschädigt worden. Das mit 17,5 Knoten erreichter Höchstgeschwindigkeit seinerzeit schnellste Segelschiff der Welt stand am Morgen des 21. Mai «zu 100 Prozent in Flammen», sagte ein Feuerwehrsprecher laut Medienberichten. «Die Flammen haben ganz erhebliche Schäden angerichtet.»
Das Stadtzentrum von Greenwich und Teile der naheliegenden britischen Marine-Akademie wurden für den allgemeinen Verkehr sofort gesperrt. Flammen und Rauch waren von weither zu sehen, Wohn- und Geschäftshäuser im Umkreis von 250 Metern wurden evakuiert. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Insgesamt acht Feuerwehren waren im Einsatz. Die Ursache des Großbrandes ist bis heute unklar. Berichte über eine Explosion von Gaszylindern an Bord bestätigten sich bislang nicht.
Von Westindien zu den Ochseninseln im Flensburg Fjord
Neues Abenteuer-Angebot der Flensburg Fjord Tourismus: "Sommergästesegeln"
(sh-na) Mutige Seefahrer segelten auf ihnen einst zu den „Jungferninseln“ in die ferne Karibik, zu den westindischen Inseln St. Croix, St. Thomas und St. John. Von dort brachten sie den Roh-Rum in die Hansestadt Flensburg, der hier weiter verarbeitet wurde. Heute liegen viele der schönen alten Traditionssegler im historischen Flensburger Hafen – doch nicht nur zum Bestaunen von außen. Beim neu angebotenen „Sommergästesegeln“ können mutige Seefahrer der Neuzeit auch an Bord gehen und wie die Seemänner damals in See stechen... Dann heißt es Leinen los und kräftig mit anpacken auf nostalgischen Haikuttern, königlichen Frachtschiffen und historischen Postbooten.
Marine-Ausstellung über deutsche U-Boote startet im Kieler Schifffahrtsmuseum
Mit U1 stellte die Kaiserliche Marine des Deutschen Reiches im Dezember 1906 ihr erstes Unterseeboot in Dienst. Damit begann eine technische Entwicklung, die heute bei den hochmodernen Brennstoffzellen-Unterseebooten angelangt ist. Das Jubiläum „100 Jahre deutsche Uboote" feiern die Deutsche Marine und der Verband deutscher U-Bootfahrer vom 3. bis 5. Mai in Kiel und Eckernförde mit zahlreichen Veranstaltungen. Die Geschichte der Unterseeboote bei den deutschen Marinen beleuchtet die Wanderausstellung „100 Jahre deutsche Uboote. Menschen, Technik und Geschichte", die vom 3. bis zum 28. Mai im Kieler Schifffahrtsmuseum, Wall 65, gezeigt wird und bis zum Jahresende in zahlreichen Standorten der Deutschen Marine zu sehen sein wird. Eröffnet wird die Ausstellung am Donnerstag, 3. Mai, vom Befehlshaber der Flotte Vizeadmiral Hans-Joachim Stricker und Oberbürgermeisterin Angelika Volquartz.
Abbruch der denkmalgeschützten Pegeltürme in Brunsbüttel: Ministerpräsident Carstensen kündigt Protest an
Mit Empörung hat Ministerpräsident Peter Harry Carstensen heute (23. Oktober) auf den vom Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Brunsbüttel veranlassten Abbruch der denkmalgeschützten Pegeltürme auf der Schleuseninsel in Brunsbüttel reagiert. Der Regierungschef bezeichnete das Vorgehen der Behörde als "Nacht- und Nebelaktion", die gegen geltendes Recht verstoße und zudem die zwischen Behörden üblichen Verfahren im Umgang mit dem Denkmalschutz missachte.
Die "Feuerland" kehrt zur Kutterregatta nach Büsum zurück
Kapitän Bernd Buchner bringt das alte Schiff nach 80 Jahren in den Heimathafen
Nach 80 Jahren kehrt der legendäre Expeditionskutter nach Büsum zurück. Der deutsche Kapitän Bernd Buchner hat die alte Dame übernommen und bringt sie – begleitet von einem Kamera-Team – zurück an ihren Heimathafen. Sie wird am 12. August 2006 um 15.30 Uhr am Molenfeuer als Stargast der 103. Kutterregatta mit Musik begrüßt.
Viel gesehen und erlebt hat die alte Dame: Das Schiff wurde 1926 auf der Werft Krämer, Vagt und Beckmann in Büsum gebaut und trotzte zusammen mit ihrem Besitzer, dem ehemaligen Marine-Offizier und Flieger Gunther Plüschow (1886-1931), den Stürmen und Eisbergen Feuerlands. Danach versorgte es als „Penelope" die Forschungsstationen der Falklandinseln. In den 60er Jahren setzte die „Falkland Island Company" das Schiff als Transporter für Schafe und Wolle ein, während des Falkland-Konflikts kreuzte es in der Fox Bay.
Heute (21. April 2006) kann Landrat Kai-Uwe Bielefeld um 11.00 Uhr zur Jungfernfahrt der Schwebefähre nach Osten einladen. Möglich wurde die Sanierung der 1908/09 errichteten Schwebefähre durch die Hilfe vieler. Auch die in Bonn ansässige Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die durch ihren Ortskurator Hans-Werner Heitmann vertreten wird, unterstützte die Sanierung des in Deutschland einmaligen technischen Denkmals.
Die Schwebefähre über die Oste verbindet die durch das Flüsschen getrennten Gemeinden Hammoor und Osten. Die Überwindung der Oste an der bereits historisch wichtigen Straßenverbindung von Wischhafen an der Elbe ins Binnenland kann bis ins Mittelalter nachgewiesen werden. Der rege Schiffsverkehr, die von Ebbe und Flut beeinflußten hohen Wasserstände, Stürme und Eisgang führten jedoch zu häufigen Störungen. Statt einer teuren Brücke beauftragte die Gemeinde Osten 1905 die Firma MAN mit der Ausführung einer stählernen Schwebefähre.
Nach über 90 Jahren ist die Schiffsglocke des Kreuzers "Dresden" geborgen worden. 1915 wurde der Kreuzer von seiner Besatzung selbst versenkt, nachdem das Schiff durch Beschuß britischer Schiffe schwer beschädigt worden war. Die Besatzung (über 300 Mann) wurde nach der Selbstversenkung in Chile interniert.
Diese „Königin der See", wie das Original einst genannt wurde, war für Julius Kock die Krönung seiner Modellbau-Karriere. Über 2.200 Stunden hat der gelernte Bau- und Maschinenschlosser an dem Nachbau des Fünfmast-Vollschiffes „Preussen" im Maßstab 1:100 gearbeitet, oft fünf Stunden am Tag. Jedes Teil wurde handgemacht, kein Baukasten stand Pate. Entstanden ist ein Schiffsmodell von hoher Qualität und handwerklicher Präzision, wie es nur selten im Modellschiffbau anzutreffen ist.
"Hol über!" - Ralf Stegner überbringt Zuschuss von 153.750 Euro für Neubau der Seilfähre Beidenfleth
BEIDENFLETH. Für den Neubau der Seilfähre Beidenfleth erhält das Amt Wilstermarsch (Kreis Steinburg) einen Zuschuss in Höhe von 153.750 Euro aus Mitteln des Förderfonds Hamburg/Schleswig-Holstein. Innenminister Ralf Stegner übergab den entsprechenden Bewilligungsbescheid am Freitag (21. Oktober) an Bord der Fähre an den stellvertretenden Bürgermeister der Gemeinde Beidenfleth, Gerhard Jens.
"Die Fährverbindung über die Stör zwischen Bahrenfleth und Beidenfleth ist essentieller Bestandteil der Maritimen Landschaft Unterelbe", sagte Stegner. Der Erhalt der Fähre sei für die Attraktivität der Region sehr wichtig. Stegner erwartet eine Stärkung des Tourismus. Besonders für Tagesausflügler aus der Metropolregion Hamburg würde ein wichtiger Anziehungspunkt erhalten bleiben.
100 Jahre Produktion von Anschütz-Kreiselkompassen
Das Stadtarchiv erinnert im Internet an wichtige Ereignisse aus der Kieler Stadtgeschichte. Die Sammlung der Erinnerungstage unter www.kiel.de/kultur ist jetzt um einen Eintrag gewachsen: Die Historikerin Christa Geckeler berichtet über 100 Jahre Produktion von Anschütz-Kreiselkompassen in Kiel.
Die Produktion begann, als Hermann Anschütz-Kaempfe, geboren am 3. Oktober 1872 in Zweibrücken/Pfalz, am 1. September 1905 zwei Werkstatträume in der Dammstraße 20, heute Lorentzendamm, mietete. 1907 stellte er den ersten funktionsfähigen und bordtauglichen Kreiselkompass der Welt vor. Die Firma Anschütz & Co. war so erfolgreich, dass bereits 1909 die Werkstatträume zu klein waren und ein neues Fabrikgebäude in Neumühlen-Dietrichsdorf bezogen wurde.
Das Stadtmuseum lädt am Donnerstag, 11. August, um 16. 30 Uhr zu einem ganz besonderen Rundgang ein: Denn es geht auf Kiels neue maritime Meile. Dr. Gert Kaster stellt die drei markanten Gebäude Sartori & Berger-Speicher, Sellspeicher und Schifffahrtsmuseum vor. Darüber hinaus erläutert er, welche Bedeutung der frühere Handelsplatz für die Stadt Kiel hatte.
Bürgermeister besuchte Alte Howaldtsche Metallgießerei
Bei seiner Erkundungstour durch die Landeshauptstadt Kiel hat Bürgermeister Peter Todeskino jüngst die alte, unter Denkmalschutz stehende Metallgießerei in Dietrichsdorf besucht. Der 2. Vorsitzende des Vereins Industriemuseum Howaldtsche Metallgießerei, Professor Peter Hense, Architekt Horst Krug und Dr. Michael Paarmann vom Landesamt für Denkmalpflege informierten den Kieler Dezernenten für Stadtplanung und Umwelt über den Baufortschritt seit den ersten Arbeiten im April 2005 und über die weiteren Planungen des Vereins.
Das Kieler Schifffahrtsmuseum - Segel, Schiffe, Sensationen - Ein Programm für die ganze Familie
Das Kieler Schifffahrtsmuseum bietet im Sommer ein spannendes Programm für die ganze Familie: Jeden zweiten Sonntag dreht sich von 11.30 Uhr an alles um Segel, Schiffe, Sensationen. Zusammen mit Karen Heide vom Museumspädagogischen Team können Kinder und Eltern maritime Schätze entdecken und mit einfachen Experimenten erfahren, wie Schiffe schwimmen und voran kommen.
Maritime Ausstellungen im Stadtmuseum: „Blaue Jungs" und „Nord-Ostsee-Kanal"
Nicht nur zur Kieler Woche prägen sie das Straßenbild der Landeshauptstadt mit: die „Blauen Jungs". Den Matrosen widmet das Kieler Stadt- und Schifffahrtsmuseum eine seiner Sonderausstellungen zur Kieler Woche. Nicht so sehr Marinegeschichte steht dabei im Vordergrund, sondern die Darstellung der Matrosen in den populären Bildmedien. Es geht um die Entstehung dieser populären Bilder in der Kaiserzeit und um ihre Tradierung sowie ihren Wandel bis in die Gegenwart. Die Ausstellung „Blaue Jungs. Populäre Matrosenbilder seit der Kaiserzeit" wird, ebenso wie die zweite Sonderausstellung „Nord-Ostsee-Kanal 1895/2005. Fotografien von Markus Kröger und historische Dokumente aus dem Museumsfundus", am Freitag, 17. Juni, um 17 Uhr im Stadtmuseum Warleberger Hof, Dänische Straße 19, durch Kulturdezernent Torsten Albig eröffnet.
Das 1867 erbaute Originalschiff der ersten deutschen Nordpolar-Expedition, die "Grönland", liegt bis zum 27. Mai im Zentrum von Berlin vor Anker. An Bord des schwimmenden Denkmals kann Historisches und Aktuelles aus der Polarforschung besichtigt werden. Am Ufer gibt es zusätzlich Lesungen, Vorträge und Musik.
Bei der 1868 vom Bremer Kapitän Carl Koldewey geleiteten ersten deutschen Nordpolar-Expedition diente die gut 29 Meter lange "Grönland" als Forschungsschiff. Die Reise lieferte wichtige Erkenntnisse für die Polarforschung. Kein Seeschiff ohne Maschinenantrieb erreichte jemals einen nördlicheren Punkt.