Internationale Zusammenarbeit im Meeresumweltschutz. Nordseeanrainer gehen gemeinsam gegen 'blinde Passagiere' im Ballastwasser vor
Die Verbreitung gebietsfremder Organismen durch das Ballastwasser von Schiffen ist eines der größten Bedrohungen für die Meeresumwelt. Die Nordseeanrainer wollen dieses Problem jetzt gemeinsam angehen, teilte das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) am Montag mit. Dort treffen zum ersten Mal rund 50 Vertreter aus Verwaltung, Forschungsinstituten und Industrien der Nordseeanrainerstaaten zusammen, um das neue Gemeinschaftsprojekt auf den Weg zu bringen.
Deutschland teuerstes Forschungsschiff liegt beschäftigungslos auf
Es ist das teuerste und modernste Forschungsschiff Deutschland, und Aufträge gibt es genug. Trotzdem liegt die "Planet" auch weiterhin in Eckernförde fest. Die Marine als größter "Kunde" vergibt ihre Aufträge für dringend erforderliche Messfahrten nunmehr an andere NATO-Staaten.
Aber nicht nur die "Planet" setzt langsam Grünspan an den Festmachern an: auch "Helmsand", "Mittelgrund", "Breitgrund", "Stollergrund", "Kronsort" und "Schwedeneck" - die größte Forschungsflotte innerhalb der NATO - dümpeln arbeitslos im Kranzfelder Hafen vor Eckernförde.
Ein ganz besonderes Treffen fand am 18. November mitten im Atlantik statt. Die beiden deutschen Forschungsschiffe, der Forschungseisbrecher POLARSTERN und das Eisrandforschungsschiff MARIA S. MERIAN, begegneten sich zufällig im tropischen Atlantik bei 8°30'N 19°30‘W nahe dem Äquator.
Der erste Kontakt kam durch Wissenschaftler auf beiden Seiten zustande. Nachdem man dann festgestellt hatte, dass die Polarstern das Forschungsgebiet der Merian durchfahren würde, wurde schnell ein Termin und eine Position für ein Treffen von den beiden Fahrtleitern Prof. Dr. Martin Visbeck vom Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) und Prof. Dr. Gerhard Kattner vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven vereinbart.
Zentrales Meeres-Geodatenzentrum: GeoSeaPortal des BSH geht online
Es ist soweit: Das GeoSeaPortal des BSH (Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie) geht online. Das Portal wird morgen für die Öffentlichkeit im Rahmen der INTERGEO - der Fachmesse für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement - in Bremen freigeschaltet und ist dann im Internet unter www.gdi.bsh.de zu finden. Damit wird eine weitere Stufe der Geodateninfrastruktur des BSH (GDI-BSH) fertiggestellt.
BSH-Wissenschaftler auf „Spurensuche“ in der Nordsee
Möglichen klimabedingten Veränderungen der Nordsee sind ab Montag 13 Wissenschaftler und Techniker des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) auf der Spur. Mit dem holländischen Forschungsschiff PELAGIA werden sie zu ihrer diesjährigen 25-tägigen Forschungsfahrt in die Nordsee aufbrechen, die aus zwei Abschnitten besteht. Im ersten Teil der Reise, die unter der Leitung von BSH-Ozeanograph Holger Klein bis zum schottischen Aberdeen führt, werden die Wissenschaftler vom Englischen Kanal bis zur Höhe der Shetland Inseln chemische und ozeanographische Untersuchungen durchführen, um den aktuellen physikalischen Zustand der Nordsee zu bewerten.
TÖNNING. Als "naturkundliches Flaggschiff" der Museumslandschaft Schleswig-Holsteins hat Ministerpräsident Peter Harry Carstensen das Multimar Wattforum in Tönning (Kreis Nordfriesland) bezeichnet. Beim symbolischen Spatenstich für den dritten Bauabschnitt sagte der Regierungschef heute (29. März) in Tönning, dass sich das Multimar Wattforum mit durchschnittlich mehr als 200.000 Besuchern jährlich zu einer echten Attraktion an der Westküste entwickelt habe. Das pädagogische Konzept sei vorbildlich.
Austermann: "Optimale Chancen für Erforschung des Meeres und dessen Nutzung"
Kiel. Das Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) wird ab 2007 den weltweit modernsten Tieftauchroboter in der Meeresforschung einsetzen. Den Zuschlag für den Bau des insgesamt knapp fünf Millionen US-Dollar teuren Spezialgeräts hat die US-Firma Schilling Robotics erhalten. Im Beisein von Schleswig-Holsteins Wissenschaftsminister Dietrich Austermann unterzeichneten heute (29. Juni) Prof. Peter Herzig (Direktor des IFM-GEOMAR) und Norm Robertson (Beauftragter von Schilling Robotics) die entsprechenden Verträge. "Ich bin froh, dass im Rahmen des Gesamtprojekts Aufträge im Wert von 1,1 Millionen Euro in Deutschland platziert werden konnten, nachdem das US-Unternehmen als einziger Bieter den Zuschlag erhalten hat", sagte Austermann. Die Gesamtinvestition in Höhe von 4,7 Millionen Euro wird vom Land aus dem Schleswig-Holstein-Fonds aufgebracht.
Ministerpräsident stellt neue Schiffseinheit für ALR Husum in Dienst: Wichtiger Beitrag für Küstenschutz und Schadstoffbekämpfung
Eine so genannte Mehrzweckschiffseinheit für Küstenschutz und Ölunfallbekämpfung hat Ministerpräsident Peter Harry Carstensen heute (22. April) in Husum in Dienst gestellt. "Der Schlepper ,Odin' und die Ölfang-Tankbarge ,Lüttmoor' bilden ein starkes Team zum Schutz von Mensch und Natur", sagte der Ministerpräsident. Sieben Millionen Euro würden für die Optimierung des Küstenschutzregiebetriebes in Husum, zu der auch die Verlagerung des Umschlaghafens nach Nordstrand und die neue Schiffseinheit gehören, ausgegeben.
Ostsee verlangt Balance zwischen wirtschaftlichen und ökologischen Interessen
Wirtschaftliche Wachstumschancen oder Meeresumweltschutz? Für BSH-Präsident Prof. Dr. Peter Ehlers liegt die Antwort in der Mitte. Weder dürfe die Ostsee künftig Industriepark sein noch ein ausschließliches Naturschutzgebiet, in dem wirtschaftliche Nutzungen ausgeschlossen wären, erklärte Ehlers am Freitag (17.02.) in einer Festrede beim Nautischen Verein in der Hansestadt Stralsund. Sicherzustellen sei eine gesunde Balance der verschiedenen Nutzungsinteressen, in der Natur und Technik nicht zu kurz kommen.
Ein so genanntes Monitoring-System soll künftig an der Nordsee Versandungen messen, kleinste Schiffe orten und "Monsterwellen" erkennen können. Wirtschaftsminister Dietrich Austermann übergab hierzu heute einen Bewilligungsbescheid über 1,6 Millionen Euro an Dr. Lüder Hogrefe, Geschäftsführer von Raytheon Anschütz in Kiel. Raytheon will gemeinsam mit einem Konsortium aus Wissenschaftseinrichtungen und weiteren Industrieunternehmen bis Ende 2007 an der Nordseeküste ein Ozean Monitoring System installieren, erproben und weiterentwickeln. Die Projektpartner der Wirtschaft werden von der Landesintiative Zukunft Meer aus dem Schleswig-Holstein Fonds mit 50 Prozent der Gesamtkosten von 3,2 Millionen Euro unterstützt.
Bundeskanzler Schröder besucht das modernste Forschungsschiff der NATO
Bundeskanzler Gerhard Schröder hat das neue Forschungsschiff der Bundeswehr in Eckernförde besichtigt. Die am 31. Mai in Dienst gestellte "Planet" ist das modernste Forschungsschiff der NATO, das Forschungs- und Erprobungsarbeiten auch auf rauer See ermöglicht.
"Ich habe viel erfahren über die Qualität des Schiffes, das in der Welt einmalig ist. Es hat sich gelohnt, ich habe etwas erfahren und gelernt", sagte der Bundeskanzler am 11. Juli bei seinem Besuch der Wehrtechnischen Dienststelle für Schiffe und Marinewaffen.
Neuorganisation des Küstenschutzes aktiv vorangetrieben
Klaus Buß würdigt Chef des Amtes für ländliche Räume in Husum
Der Leiter des Amtes für ländliche Räume in Husum, Wolf-Dieter Kamp, wurde am Mittwoch (2. März) offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Innenminister Klaus Buß würdigte Kamp als Mann, der sich stets für einen sinnvollen Ausgleich zwischen Küstenschutz und Naturschutz eingesetzt habe. Unter seiner Leitung sei die Neuorganisation des Küstenschutzes aktiv vorangetrieben worden. "Kosten um etwa vier bis sechs Millionen Euro können wir dadurch jährlich einsparen", sagte Buß.
Bundesministerin Bulmahn zu Gast beim IFM-GEOMAR in Kiel
Themenschwerpunkte waren Seebebenforschung und 'Ozean der Zukunft'
Die Bundesministerin für Bildung und Forschung Edelgard Bulmahn hat heute (11. Februar) das Leibniz-Institut für Meereswissenschaften an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (IFM-GEOMAR) besucht. Gemeinsam mit Schleswig-Holsteins Wissenschaftsministerin Ute Erdsiek-Rave informierte sie sich über verschiedene Projekte des Instituts. Dabei wurden unter anderem die Bereiche Frühwarnsysteme, Klimaentwicklung, Beobachtungssysteme und Exzellenz-Cluster präsentiert. 'Das IFM-GEOMAR ist mit seinen rund 380 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern - als An-Institut der Kieler Universität - eine der größten Forschungseinrichtungen des Landes', so Erdsiek-Rave. Es habe den Fusionsprozess aus dem Institut für Meereskunde und der Stiftung für marine Geowissenschaften Anfang 2004 genutzt, um sich national und international noch stärker zu profilieren. Das IFM-GEOMAR sei außerdem die wissenschaftliche Säule des politischen Schwerpunkts der Landesregierung 'Zukunft Meer'.
Gewässerkunde in Koblenz - Interessenausgleich zwischen Verkehr und Ökologie
'Die Bundesanstalt für Gewässerkunde in Koblenz besitzt national und international großes Ansehen.' Das sagte die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (BMVBW) Angelika Mertens anlässlich ihres Besuchs der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) in Koblenz.
Die BfG ist eine Oberbehörde im Geschäftsbereich des BMVBW. Als wissenschaftliches Institut des Bundes befasst sie sich mit allen gewässerkundlichen Fragen rund um das Thema Wasserstraßen. Sie berät das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen und deren nachgeordnete Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) insbesondere hinsichtlich möglicher Auswirkungen von Ausbau- und Unterhaltungsmaßnahmen auf die Umwelt. Ein wichtiges Feld ist auch die Hoch- und Niedrigwasservorhersage an den Bundeswasserstraßen.
1. Info-Pavillon zum Küstenschutz an der Ostsee eröffnet
Ulrich Lorenz zieht erfolgreiche Bilanz für 2004
Touristen und Einheimische können sich seit Donnerstag (21. Oktober) in Schönberger Strand (Kreis Plön) über die Aufgaben des Küstenschutzes informieren. Auf acht Schautafeln erfahren Besucher Interessantes und Wissenswertes zum Beispiel über Deichbau, Deichpflege und Küstensicherung. Untergebracht sind die Schautafeln in einem Holzpavillon, den die Wasserbauer der Ämter für ländliche Räume Husum und Kiel hergestellt haben.
Innenstaatssekretär Ulrich Lorenz eröffnete den ersten von insgesamt zehn Informationspavillons an der Ostküste. Der Info-Pavillon "Probstei" in Schönberger Strand soll auf Wunsch der Gemeinde auch Bestandteil der "Erlebnistour Ostseeküste - Kieler Bucht" werden.
Schleswig-Holstein ist Meeresland Nummer 1 Schleswig-Holstein ist das Meeresland Nummer 1 und wird diese Position noch weiter ausbauen. Dabei spielt auch eine gemeinsame europäische Meerespolitik eine große Rolle. Das sagte Ministerpräsidentin Heide Simonis heute (14. Juni) auf dem Kongress der Landesregierung "Zukunft Meer - Perspektiven für Schleswig-Holstein in Wirtschaft und Wissenschaft". Die Regierungschefin erinnerte vor rund 400 Gästen im Kieler Schloss an die Standortvorteile des Landes.